mitarbeiten (1/1998)
Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) ist ein Projekt von jungen Menschen und renommierten Wissenschaftler/innen. Die Stiftung wurde im letzten Herbst gegründet und tritt für das Ziel der intergenerationellen Gerechtigkeit ein – sowohl im ökologischen als auch im wirtschaftlichen Bereich.
Nach Ansicht der Initiatoren gibt es in unserer Gesellschaft zahlreiche Verstöße gegen das Prinzip der Generationengerechtigkeit: fortschreitende Umweltzerstörung, steigende Jugendarbeitslosigkeit, ausufernde Staatsverschuldung, einseitige Lastenverteilung auf Kosten der jungen und mittleren Generation in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, abnehmende Bildungschancen.
Die Stiftung will aber keineswegs eine bloße Interessenvertretung von Jüngeren gegen die Älteren sein, sondern wendet sich gegen eine Politik, die nur an das Heute denkt und Lasten in die Zukunft verschiebt. Sie will deshalb immer dann auf den Plan treten, wenn – durch ausschließlich an den Wünschen der aktuell Wahlberechtigten orientierte Handlungen und Entscheidungen – die Chancen der heute jungen und nachfolgender Generationen beeinträchtigt werden.
Ihrem Förderverein gehören Menschen aus allen Generationen an – das älteste Mitglied ist 94 Jahre alt. Die Mitglieder des Fördervereins wählen den 10-köpfigen Vorstand der Stiftung, der durch ein fünfköpfiges Kuratorium ergänzt wird. Die Mitglieder haben Gelegenheit, in sechs Arbeitskreisen zu den Themen Ökologie, Renten, Staatsverschuldung, Arbeitsgesellschaft, Bildung und Kinderrechte mitzuarbeiten.
Beim Gründungskongreß erarbeiteten 160 vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene neue Generationenverträge, die anschließend der Bundestagspräsidentin überreicht wurden. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1998 wollen die Initiatoren bei ihrem diesjährigen Kongreß am 11. Juli in Frankfurt/Main die Parteiprogramme einem Zukunftsfähigkeits-Test unterziehen.
Kontakt: Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, Postfach 5115, 61422 Oberursel, Telefon (0 61 71) 98 23 67, Telefax (0 61 71) 98 23 09.


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