mitarbeiten (2/1996)
»Freie Radiomacher« schließen sich zusammen
Anfang 1996 trat eine Vereinbarung der Bundesländer in Kraft, wonach künftig der nichtkommerzielle Lokalfunk aus der Rundfunkgebühr unterstützt werden darf. Seitdem nehmen immer mehr nichtkommerzielle Lokalradios ihren Betrieb auf. Ein Zusammenschluß der Radiogruppen versteht sich als Sprachrohr der einzelnen Initiativen und hat sich die Außenvertretung des nichtkommerziellen Radiogedankens insgesamt zur Aufgabe gemacht.
Ob Radio Karies, coloRadio, Störfunk, Dauerwelle Frauenradio, Radio F.R.E.I. oder Corax : Die Freien Radioinitiativen in Deutschland, die sich im Bundesverband Freier Radios (BFR) zusammengeschlossen haben, betreiben und unterstützen nichtkommerziellen, basisdemokratischen Gesellschaftsrundfunk, der sich »kritisch mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzt« (Präambel der BFR-Satzung). Ziel ist es, eine »Gegenöffentlichkeit von unten« zu schaffen. Die Lokalradios wollen insbesondere denjenigen Personen und Gruppen eine Stimme geben, die wegen ihrer gesellschaftlichen Außenseiterstellung oder wegen rassistischer Diskriminierung zu den herkömmlichen Medien keinen oder nur begrenzten Zugang haben. Kommerzielle Werbung im Programm ist verpönt, weil sie nach Überzeugung der Radiomacher/innen ungesunde Abhängigkeiten schafft.
Der Zusammenschluß auf Bundesebene ermöglicht es den Radioinitiativen, die Programmqualität gemeinsam fortzuentwickeln und Programme auszutauschen. Außerdem ist der Kontakt und Austausch zwischen Radioinitiativen auf internationaler Ebene leichter möglich.
Bundesverband freier Radios (BFR), c/0 FSK – Marcel Stötzler, Schulterblatt 23 c, D-20357 Hamburg, Telefon (0 40) 43 43 24, Telefax (0 40) 4 30 33 83


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