mitarbeiten (4/1996)
Hilfe für Bedürftige
Rund 40 000 kg Lebensmittel im Monat verteilen allein die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der »Berliner Tafel« an täglich zwischen 3000 und 5000 Obdachlose und Bedürftige in der Bundeshauptstadt. Solche »Tafeln« haben sich mittlerweile in mehr als 50 Städten im Bundesgebiet gebildet. Ziel dieser Projekte ist es, noch verwertungsfähige Nahrungsmittel zu sammeln und an Bedürftige weiterzugeben. Im Bundesverband Deutsche Tafel haben sich die Tafeln zu einem bundesweiten Netzwerk zusammengeschlossen.
Täglich werden in der Bundesrepublik etwa 20 % aller Lebensmittel weggeworfen.
Nicht etwa, weil sie schlecht sind, sondern weil sie den Lebensmittelbestimmungen oder der Konsumentennachfrage nicht entsprechen.
Seit der Gründung der Tafeln fahren ehrenamtliche Helfer/innen auf Fruchthöfe, in Lebensmittelläden, in Kantinen, zu Bäckereien und Empfängen, um dort die Ware einzusammeln. Diese Lebensmittel werden dann direkt an Wärmestuben, Suppenküchen, und andere Einrichtungen geliefert, die aufgrund der geringen staatlichen Zuwendungen nur mit Hilfe der Tafeln ihr Essensangebot aufrecht erhalten können.
Folgende Grundsätze bilden für alle Tafeln die Basis der Arbeit
- Die Tafeln sammeln Lebensmittel, noch verwertbar, überzählig, überproduziert und geben sie unentgeltlich an Bedürftige weiter.
Die Tafeln arbeiten ehrenamtlich und werden dabei durch ABM-Kräfte und Zivildienstleistende unterstützt. - Die Arbeit der Tafeln wird durch Sponsoren ermöglicht, die Lebensmittel, Geld und Sachwerte spenden.
- Die Tafeln sind nicht an Parteien oder Glaubensrichtungen gebunden und helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen. Die Unterstützung ist an keine Bedingungen geknüpft.
Wichtig ist allen Tafeln außerdem, daß sie ihre Arbeit als Ergänzung staatlichen Handelns ansehen, nicht aber als Ersatz. Die Verantwortung des Staates soll in keiner Weise in Frage gestellt werden.
Nähere Informationen bei Bundesverband Deutsche Tafel, Geschäftsstelle, Fritzenwiese 33, D-29221 Celle, Telefon 80 51 41) 10 19, Telefax (0 51 41) 10 18; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Ebersstr. 77, D-10827 Berlin, Telefon (0 30) 7 82 74 14, Telefax (0 30) 7 88 19 73.


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