mitarbeiten (4/2002)
Das Hamburger Netzwerk Aktivoli – Beispiel für wirksame Vernetzung
»Die Förderung Bürgerschaftlichen Engagements setzt darauf, dass durch eine faire und gleichberechtigte Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Verbänden, Kirchen, Einrichtungen und Bürgerschaft Lösungen für die Gestaltung unseres Gemeinwesens gefunden werden, die gerade auch dadurch, dass sie gemeinsam entwickelt wurden, eine hohe Qualität und Zukunftsbeständigkeit haben.« Dieses Leitmotiv prägt die Zusammenarbeit im Netzwerk »AKTIVOLI«.
AKTIVOLI besteht seit März 2000. Nach dem Erfolg der ersten Hamburger Freiwilligenbörse vereinbarten die Veranstalter und Unterstützer der Börse in einer Zukunftswerkstatt, künftig als Verbund bei der Entwicklung gemeinsamer Perspektiven und Ziele zusammenzuarbeiten. Ausgehend von dem Leitbild des AKTIVOLI-Netzwerks soll das Bürgerengagement in Hamburg durch eine verbesserte Infrastruktur gefördert und gestärkt werden. Den Bürgerinnen und Bürgern sollen mehr Möglichkeiten und Anreize geboten werden, sich an einer gemeinwohlorientierten Zukunftsgestaltung zu beteiligen.
Das Netzwerk arbeitet projektbezogen. Es organisiert Freiwilligenbörsen und Freiwilligentage, bietet trägerübergreifende Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Freiwillige und Hauptamtliche an, unterstützt den Aufbau stadtteilbezogener Freiwilligenzentren sowie den Aufbau einer internetgestützten »virtuellen Freiwilligenagentur«.
AKTIVOLI hat sich bewusst für eine offene Netzwerkstruktur und gegen eine formalisierte Verbandsstruktur entschieden. Die beteiligten Akteure treffen sich zu regelmäßigen Plenumstreffen. Sie entscheiden, koordinieren und lenken die gemeinsamen Aktivitäten zur Information, Beratung, Vermittlung, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit gleichberechtigt und partnerschaftlich nach dem Konsensprinzip. Die Netzwerk-Arbeit nutzt vorhandene Ressourcen und Strukturen und bündelt sie. Die Mitglieder bringen ein hohes Maß an Fantasie und Engagement, Zeit, Know-how und Finanzmittel in die gemeinsame Arbeit ein. Es sind tragfähige Kooperationsbeziehungen entstanden, die sich an gemeinsamen Ideen orientieren und durch persönliches Vertrauen gestützt werden.
Nähere Informationen: Freiwilligen Zentrum Hamburg, Gabriele Glandorf-Strotmann, Danziger Str. 52a, D-20099 Hamburg, Tel.: (0 40) 28 01 40 67, Fax: (0 40) 28 01 40 30, E-Mail: fz( at )caritas-hamburg.de


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