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Rundbrief Bürgerbeteiligung II/2000

»Attraktiv und barrierefrei«– Ansätze humaner Stadtplanung (4/4)

Arbeitsgruppe Handlungskonzepte, Planungsschritte
Die barrierefreie Entwicklung und Erschließung aller Lebensbereiche erfordert die Einbeziehung aller Verantwortungsträger in Gesellschaft und Wirtschaft.

Jeder Erfahrungsträger ist auf seinem Fachgebiet ein Spezialist. Jetzt kommt es darauf an, zusammen und gebietsübergreifend das gesammelte »barrierefreie know how« der Spezialisten zu bündeln und in die verschiedenen Lebensbereiche zu implantieren.

Regionale-/Ortsebene

  • Sensibilisierung für die Thematik der Nachhaltigkeit in den Gruppen vor Ort, z.B. durch Referate von und Gespräche mit Mitgliedern aus Lokale Agenda 21-Gruppen
  • Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Behindertenverbänden/Selbsthilfeorganisationen vor Ort zur Bildung von Koalitionen, zur Stärkung der Solidarität untereinander und als Bündnispartner gegenüber politischen u.a. Entscheidungsträgern.
  • Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen anderer Gruppierungen, die aber auch barrierefreie Wohnbereiche und Umwelt benötigen: Seniorengruppen, Familien/ Alleinerziehende mit Kindern, Frauen etc.
  • Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, dabei sind die Probleme in den jeweiligen Regionen einzubeziehen, (Wanderausstellung des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zum barrierefreien Bauen und Wohnen für alle in der eigenen Kommune zeigen (lassen).
  • Kontaktaufnahme mit und Einflußnahme in den verschiedenen Gremien und Fachämtern, die an der Städtebau-/Kommunalentwickung beteiligt sind, auch und besonders mit den kommunalen Verantwortungsträgern (Politik, Verwaltung, Verbände u.a.)
  • Hochschulen und Universitäten mit den zuständigen Fachbereichen (Architektur, Stadtentwicklung, (Verkehrs-)Geographie, Betriebs- und Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften etc. ) sollen in die Arbeit einbezogen werden.
  • Kontakt aufnehmen/ Zusammenarbeit anstreben mit den Wirtschaftsverbänden (Industrie- und Handelskammern, Unternehmerverbänden vor Ort)
  • Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch der unterschiedlichen Ansprechpartner (Bürger, Verwaltung, Wirtschaft) durchführen


Überregionale Ebene:

  • Der Erfahrungsaustausch zur Barrierefreiheit muß interdisziplinär und länderübergreifend erfolgen. Dazu dienen vor allem Informations- und Fortbildungsveranstaltungen. Gezielt sind Multiplikatoren zu gewinnen, die barrierefreie Entwicklung in ihren jeweiligen Verantwortungs- und Leistungsbereich unterstützen.
  • erneute Aktivitäten zur Aufnahme des Kriteriums »Barrierefreiheit« in die GA-Rahmenrichtlinien der Wirtschaftsförderung auf Landes- und Bundesebene
  • Preisstiftung und -vergabe für barrierefreies Planen und Bauen (als Preisstifter: Banken, Bausparkassen ansprechen) – auf Bundes-, Landes und kommunaler Ebene für öffentliche und private Bauherren
  • evtl. Änderung der Landesbauordnung einfordern, dabei auf die Musterbauordnung beziehen – bei zuständigen Länderministerien (Sozial-, Wirtschafts,-Finanzministerien)
  • Spezielle Fortbildungsveranstaltungen für Stadtplaner, Architekten, Wirtschaftsförderer, Unternehmensberater u.a. Interessenten zum barrierefreien Planen, Bauen und Gestalten anregen (Beispiel Rheinland-Pfalz)


Kontakt und weitere Information
Die Tagung wurde umfassend dokumentiert. Weitere Informationen sind erhältlich bei:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Clubs Behinderter und ihrer Freunde
Anita Zeimetz, Loreleyring 23,
D-56348 Bornich
Telefon (0 67 71) 95 11-00
Telefax (0 67 71) 95 11-01
E-Mail:
bagcbf.bornisch( at )t-online.de

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