Rundbrief Bürgerbeteiligung II/1998
Jugendliche führten Politiktest durch
Stiftung für die Rechte der Zukünftigen Generationen prüfte Parteiprogramme
Jugendliche aus ganz Deutschland haben die Programme der Bundestagsparteien mit schlechten Noten versehen. Demnach sind alle Wahlprogramme unter den Kriterien der Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit ungenügend: »Nimmt man die Parteiprogramme zum Maßstab, dann kann kein Spitzenpolitiker seinen Kindern in die Augen sehen« resümmiert der Sprecher der Stiftung Jörg Tremmel das Ergebnis des Tests.
Die Stiftung für die Rechte der Zukünftigen Generationen – kurz SRzG – , die einzige von Jugendlichen geführte Stiftung Deutschlands, hatte Vertreter der jungen Generation aus der gesamten Gesellschaft eingeladen, an einem bisher einzigartigen »Politiktest« teilzunehmen. Zu dem zweitägigen Kongreß kamen rund 70 Jugendliche, unter ihnen viele Stipendiaten, Schulsprecher, Jugendparlamentarier und Schülerzeitungsredakteure. Sie untersuchten die aus Objektivitätsgründen zunächst anonymisierten Parteiprogramme in den Bereichen Ökologie, Rente, Staatsverschuldung, Arbeitsgesellschaft, Bildung und Kinderrechte. Die Ergebnisse des Tests wurden in Bonn Vertretern der Parteien überreicht.
Die Veranstalterin des Politiktest-Kongresses, die Stiftung für die Rechte der zukünftigen Generationen, ist ein Projekt von 150 jungen Menschen sowie renommierten Wissenschaftlern wie z.B. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Ihr Ziel ist Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzten, die das Verhältnis der Generationen untereinander betreffen.
Kontakt und Bestellung
Stiftung für die Rechte der zukünftigen Generationen • Postfach 5115 • D-61422 Oberursel • Telefon (0 61 71) 98 23-67 • Telefax (0 61 71) 98 23-09 • E-Mail: info( at )srzg.de • Internet: http//www.srzg.de
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