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Werkstatt Vielfalt

Praxistipps aus dem Programm

Kommunikation in der Projektgruppe

Messenger-Apps bewusst einsetzen

Ein »direkter Draht« innerhalb der Projektgruppe auch jenseits persönlicher Treffen ist wichtig. Nicht nur wenn es darum geht, Projekttermine oder Inhalte abzustimmen, sondern auch für eine vertrauensbildende Kommunikation. Dabei können Messenger-Apps ein hilfreiches Werkzeug sein. Wer die digitalen Kommunikationstools einsetzen möchte, sollte sich und alle Beteiligten vorab über die Nutzungsbedingungen informieren.

Die Messenger-App als Austauschforum

Im Projekt »Sprachmiteinander um Afro-Mülheim« wurde der verbreitete Messenger-Dienst »WhatsApp« eingesetzt, um Treffen zwischen den teilnehmenden Studierenden und der afrikanischen Gemeinde Mülheims zu organisieren. Im Vorfeld erfolgte der Kontakt zunächst über E-Mails und persönliche Gespräche. Am Tag der Projekttreffen selbst war es aber notwendig, spontan abstimmen zu können, wer z.B. mit welcher Bahn anreist oder sich eventuell verspätet. Der Kurznachrichtendienst bot die Möglichkeit, alle Beteiligten schnell und unkompliziert zu informieren.

Weitere Treffen der Gruppe fanden im Anschluss häufig ohne die Projektleitung statt, denn die Studierenden und die afrikanischstämmigen Jugendlichen sollten einander ungezwungen und unbeobachtet kennen lernen können. Für die Koordination dieser Treffen erstellten die Studierenden spontan eine neue WhatsApp-Gruppe, die es ihnen und den Jugendlichen ermöglichte, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich ohne die Projektleitung auszutauschen..

Datenschutz beachten

Die Vor- und Nachteile sowie mögliche Datenschutzprobleme beim Gebrauch von Messenger-Diensten   werden kontrovers diskutiert. Entsprechend sinnvoll ist es, sich über die Rahmenbedingungen der Nutzung im Vorfeld gut zu informieren und auch die Teilnehmer/innen des Projektes in die Entscheidung, welcher Messenger zum Einsatz kommen soll, einzubeziehen.

Die Vorteile

  • Messenger-Apps spielen in der Kommunikation jugendlicher Peergroups eine große Rolle. So ist bei der Nutzung von Smartphones die ursprüngliche Telefonfunktion inzwischen stark hinter die Verwendung von Messenger-Apps zurückgetreten.
  • Messenger-Apps ermöglichen es, alle Mitglieder einer Gruppe gleichzeitig zu erreichen. Gegenüber dem Telefonieren oder Versenden von klassischen SMS ist dies wesentlich komfortabler. Sollen Dinge abgesprochen werden, die die Gruppe als Ganzes betreffen, können außerdem alle Mitglieder gleichzeitig an der Diskussion teilnehmen.
  • Es können zusätzlich zu den Textnachrichten Videos, Fotos und Sprachnachrichten verschickt werden. Die Nutzer/innen sollten gegebenenfalls über anfallende Kosten aufgeklärt werden, die beim Hochladen großer Dateien außerhalb von WLAN-Netzwerken entstehen können.

Die Nachteile

  • Gruppenmitglieder, die einen Messenger-Dienst aus unterschiedlichen Gründen nicht nutzen wollen oder können, sind von der Interaktion ausgeschlossen.
  • Problematischer Umgang mit Nutzerdaten: Die Server vieler Messenger-Dienste stehen in den USA und unterliegen damit nicht den europäischen Datenschutzstandards. So kann die Weitergabe sensibler Nutzerdaten (Telefonnummern, Onlinestatus) an andere Firmen Teil der Nutzungsbedingungen sein (z.B. Nutzungsbedingungen von WhatsApp).
  • Bei Projekten im Schulumfeld ist zu beachten, dass die Bundesländer die Verwendung sozialer Medien im Unterricht unterschiedlich regeln.

Beispiele für Messenger-Apps

In der folgenden Auswahl finden sich – neben den meist genutzten Anbietern – auch Apps mit sehr hohen Datenschutzstandards; ein Vergleich ist daher vor der Nutzung ratsam: Threema, Telegram, Signal, Wire, SIMSme, Hoccer, WhatsApp, Facebook-Messenger.

Kontakt und weitere Informationen

Ruhr-Universität Bochum
Englisches Seminar
Prof. Dr. Christiane Meierkord
Universitätsstraße 150
44801 Bochum
E-Mail: christiane.meierkord(at)rub.de
Web: www.ruhr-uni-bochum.de/engling