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Werkstatt Vielfalt

Praxistipps aus dem Programm

Ein Projekt finanzieren

Online-Fundraising und Crowdfunding

Gemeinnützige Projekte leben nicht allein von persönlichem Engagement und viel Idealismus, sie brauchen auch Geld. Anträge bei Stiftungen und anderen fördernden Insititutionen zu stellen oder lokale Sponsoren anzusprechen, sind bewährte Wege, um eine tragfähige Finanzierung für ein Vorhaben aufzubauen. Fundraising- und Spendenplattformen im Internet bieten allerdings neue Möglichkeiten, um Unterstützer/innen zu gewinnen.

Dass Online-Fundraising und Crowdfunding eine gute Ergänzung zum traditionellen Projektförderantrag sein können, hat Interaktion – Verein für interkulturelle Initiativen e.V. bei der Umsetzung des Projektes »Ein Chor für alle Kölner*innen« bewiesen. Über die Projektlaufzeit gelang es, regelmäßig zusätzliche Mittel über die vergleichsweise neuen Onlinekanäle einzuwerben. Die Beachtung einiger Grundsätze kann dabei helfen, eine eigene nachhaltige Fundraising-Strategie zu entwickeln.

Sichtbarkeit und Kontinuität

Um ein effektives Fundraising zu betreiben, ist gute Öffentlichkeitsarbeit entscheidend. Denn nur wenn das Projekt sichtbar ist, werden Menschen darauf aufmerksam und sind im Anschluss auch bereit, dafür zu spenden. Für Interaktion e.V. haben vor allem Menschen gespendet, die einen Bezug zum Verein und dem Chorprojekt hatten – dies waren Angehörige der Sänger/innen, Kölner/innen, ehemalige Klassenkammerad/innen u.a. Als Zielgruppe kommen also vor allem Personen und Netzwerke im Umkreis des Projektes in Frage.

Gleichzeitig sollte innerhalb des Projektes oder der Organisation die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit dem Thema Fundraising näher zu beschäftigen. Crowdfunding-Aktionen müssen beaufsichtigt und betreut werden – und auch auf klassische Spendenanfragen aus der analogen Welt sollte man schnell und verbindlich reagieren können.

Ebenso wichtig ist eine gewisse Kontinuität. Wer einmal den Einstieg in die diversen Onlineportale gemeistert hat, sollte am Ball bleiben. Denn diese Form der Mikrofinanzierung mag kurzfristig wenig Ertrag bringen, kann langfristig aber ein zusätzliches finanzielles Standbein zur Deckung kleinerer Finanzierungslücken sein. Außerdem kann es sich lohnen, nicht nur auf einer Plattform vertreten zu sein. Der »Chor für alle Kölner*innen« war beispielsweise parallel auf verschiedenen Online-Plattformen aktiv: Vereins-webseite , Facebook (Fanseite und Gruppen), Instagram, YouTube und betterplace.

Beispiel: betterplace.org

Die Webseite betterplace.org ist nach eigenen Angaben die größte Spendenplattform Deutschlands und bietet die Möglichkeit, Spenden für ein Projekt zu sammeln und gleichzeitig eine Beziehung mit den Unterstützer/innen aufzubauen.

Transparenz ist dabei ein wichtiger Faktor. So kann und sollte man regelmäßig auf dem Portal über das Projekt und seine Fortschritte berichten. Spender/innen, können einen Newsletter abonnieren und bleiben so über das Projekt und den Spendenstand auf dem Laufenden. Wenn Spender/innen verfolgen können, was mit ihrem Geld passiert, und sehen, dass es gut eingesetzt ist, spenden sie gerne wieder. Zudem gibt es auf dem Portal immer wieder kurze Aktionszeiträume, in denen jeder gespendete Euro mit Unterstützung externer Partner verdoppelt wird. Da die Zeiträume und das Budget für diese Verdoppelungsaktionen stark begrenzt sind, müssen die Fundraiser ihre Zielgruppe schnell und zeitnah zur Spende aufrufen können. Fotoaktionen, Videos und persönliche Beiträge in Sozialen Medien sind hierfür besonders wirksame Formen der Öffentlichkeitsarbeit.

Tipps

  • Auf www.betterplace.org gibt es Anleitungen und Tutorials zu verschiedenen Themen des Online-Fundraisings.
  • Das kostenlose »Praxishandbuch Online-Fundraising« (www.fundraising-handbuch.org) enthält detailierte Informationen zur Online-Fundraising-Landschaft.

Kontakt und weitere Informationen

Interaktion – Verein für interkulturelle Initiativen e.V.
Yinka Kehinde
Schäfereihof 1
53343 Wachtberg
E-Mai: kehinde(at)mitarbeit.de
Web: www.interaktion-ev.de