Preis: € 12,00

Dorfgespräch

Ein Beitrag zur Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

Florian Wenzel, Christian Boeser-Schnebel
Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 53
Verlag Stiftung Mitarbeit · Bonn · 2019
1. Auflage · 120 S. · ISBN 978-3-941143-37-1

Dorfgespräche stärken das dörfliche Wir und rücken die Menschen mit ihren Talenten und Kompetenzen in den Mittelpunkt. Sie identifizieren dörfliche Schlüsselpersonen als Motoren des Wandels, sie ermöglichen Perspektivwechsel und erlauben einen neuen Blick auf die Möglichkeiten des Dorfs und seiner Einwohner/innen. So kann es gelingen, passgenaue Ideen für den Ort zu initiieren und eine »Dorferneuerung in den Köpfen« zu starten.

Ausgangspunkt der Dorfgespräche ist die persönliche Begegnung, sie bildet die Grundlage für den werteorientierten und wertschätzenden Dialog. Dorfgespräche eröffnen im sozialen Nahraum des Dorfs neue Formen der Interaktion von Mehrheit und Minderheit. Dorfgespräche stärken zudem Wertekompetenz als wichtige demokratische Schlüsselqualifikation. Dabei werden Dissens und Konflikt als essentielle Bestandteile eines demokratischen Miteinanders thematisiert. Dorfgespräche verfolgen stets einen politischen und demokratierelevanten Anspruch: den Erhalt einer offenen Gesellschaft, die aktiv mit Vielfalt umzugehen weiß und der es gelingt, Unterschiedlichkeit gemeinwohlorientiert zu bearbeiten.

Eingeleitet wird das Buch durch eine thematische Einführung von Wolf Schmidt, in der er die wichtigsten Strukturmerkmale, die regionalen Besonderheiten und übergeordneten Herausforderungen des ländlichen Raums in Deutschland anhand vieler Beispiele erläutert. Das Buch richtet sich an kommunale Praktiker/innen, an Projektverantwortliche und insbesondere an engagierte Bürgerinnen und Bürger, Einwohnerinnen und Einwohner, die vor Ort aktiv Veränderungsprozesse anstoßen wollen.

Rezensionen

»Die Arbeitshilfe gibt sowohl hauptamtlich Tätigen in der politischen Bildung als auch ehrenamtlich Engagierten vor Ort ein verständliches und erprobtes, klar phasiertes Gesamtkonzept an die Hand, welches einerseits u.a. durch Ablaufvorschläge, Checklisten und Abbildungen Planungsprozesse erleichtert, andererseits auch Raum für individuelle Adaption lässt. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung des Stakeholder-Ansatzes, der den Blick dahingehend schärft, bei der Auswahl der Mitwirkenden über den Tellerrand von Bürgermeister, Pfarrer und Vereinsvorsitzenden hinauszudenken und bisher verborgene Potenziale im Dorf zu identifizieren. (…) [Das Buch] wird dem selbstgesteckten Anspruch einer Arbeitshilfe für eine breite Zielgruppe in vollem Umfang gerecht und macht zudem Lust und Mut, ein ‚Dorfgespräch‘ zu initiieren.«

Journal für politische Bildung, Ausgabe 3/2019

»Die Idee des Dorfgesprächs verspricht einen interessanten neuen Ansatz, der sich von anderen Bürgerbeteiligungsmodellen unterscheidet und diese ergänzt. (…) Das Handbuch beschreibt nicht nur die konzeptionellen Hintergründe von Wertedialogen als Beitrag zur Demokratieentwicklung im ländlichen Raum, sondern bietet auch konkrete, praxiserprobte Hinweise zum Planungsprozess und zur methodischen Gestaltung. (…) Besonders hilfreich sind die Drehbücher, Leitfäden, Arbeitsblätter und Reflexionsbögen zu jedem einzelnen Baustein. (…) Das Buch ist für all jene empfehlenswert, die sich in Theorie und Praxis mit Beteiligungsprozessen, Kommunikationsstrategien und Demokratieentwicklung vor Ort beschäftigen, seien es engagierte Bürger, Vertreter aus Gemeinde und Verwaltung oder Moderatoren, Planer und Wissenschaftler.«

Politische Studien – Magazin für Politik und Gesellschaft (Heft 487, September-Oktober 2019), Hanns-Seidel-Stiftung, München

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