Interkulturelle Kompetenz im Engagement

»Das ist doch nicht normal. So verhält man sich doch nicht.« Auch in ehrenamtlich tätigen Gruppen oder in der Flüchtlingsarbeit kann es zu Missverständnissen und Irritationen kommen, wenn Gruppenmitglieder mit einer anderen kulturellen Prägung Verhaltensweisen zeigen, die unerwartet sind. Das gilt für beide Seiten. Unterschiede bestehen z.B. im Kommunikationsverhalten, insbesondere in der Art, wie Kritik geäußert wird. Deutsche Gruppenmitglieder kommunizieren oft direkt, Menschen aus anderen Kulturen eher indirekt, blumig, was zu Irritationen und persönlichen Verletzungen führen kann.

Das Seminar gibt einen Überblick über kulturell geprägte Unterschiede. Die kulturellen Dimensionen, die den Unterschieden zugrunde liegen – wie z.B. der Umgang mit Autorität, die Rolle von Frau und Mann oder der Umgang mit Zeit –  können eine orientierende Richtschnur bieten.
 
Neben der persönlichen Ebene widmet sich das Seminar Herangehensweisen, mit deren Hilfe die »Interkulturelle Öffnung« der eigenen Organisation  oder Gruppe gelingen kann. Im kollegialen Austausch werden gelungene Strategien diskutiert. Eine zentrale Frage dabei ist, welche Schritte wichtig sind, damit die Einladung zum Mitmachen gelingen kann und auch von den langjährig Aktiven unterstützt wird.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Fragestellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie reflektieren die eigene kulturelle Prägung und diskutieren Möglichkeiten zum konkreten Umgang mit kulturellen Irritationen.

Das Seminar richtet sich an freiwillig Engagierte und hauptamtliche Mitarbeiter/innen in Organisationen, Gruppen, Projekten und Initiativen.

Ansprechperson:Claudia Leinauer