Werkstatt Vielfalt

Die Projektideen

Zwölf erfolgreiche Projektideen zur Gestaltung von Vielfalt vor Ort stehen zum Nachmachen bereit. Wählen Sie einfach eine passende Projektidee aus und erläutern Sie uns im Antrag, wie Sie die praktische Umsetzung bei Ihnen in der Nachbarschaft, im Stadtteil oder der Gemeinde gestalten möchten.

Weitere Informationen zur Antragsstellung für einen Ideentransfer finden Sie in der Programmübersicht.
Das »Antragsformular: Ideentransfer« finden Sie unter Informationen und Formulare.

Nr. 1: Gelebte Geschichte – Stadtgespräch zwischen Jung und Alt

Dieses Begegnungsprojekt ermöglichte eine Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte und der Veränderbarkeit von Raum und Gemeinschaft. Zwölf Senior/innen, die das Krefeld der Vergangenheit als reiche Samt- und Seidenstadt erlebt hatten, und 18 junge Studierende, die lediglich den Weg vom Bahnhof zum Campus der Hochschule Niederrhein kannten und darüber hinaus wenig Bezug zur Stadt hatten, kamen in Gesprächen in Kontakt. Die Studierenden werteten die Interviews aus und es entwickelte sich in einem mehrmonatigen Prozess eine Idee für die Präsentation des Projektes als Aktionstag im öffentlichen Raum.

Nr. 2: Döner-KulTour-Stadtplan

Mit dem Döner verbinden sich Lebens- und Erfolgsgeschichten von Migrant/innen, aber auch negative Erfahrungen durch Stereotypenbildung und Fremdheitswahrnehmung. Intergenerative Gruppen besuchten Döner-Läden in ihrem Stadtteil und führten Interviews mit den Beschäftigten und Gästen. Auf einer open-access Online-Plattform dokumentierten sie ihre Ausflüge in die Gastronomie.

Nr. 3: Tanz versessen – Ein Stuhl-Tanz-Flashmob

Das Projekt brachte Kinder einer Gehörlosen-Klasse (Förderzentrum), einer Übergangsklasse für junge Migrant/innen bzw. einer Regelklasse (Mittelschule) zusammen. Die Teilnehmer/innen erarbeiteten und probten einen Tanzflashmob unter kreativem Einsatz von Stühlen. Die Aufführungen fanden auf dem Rathausplatz und in einem lokalen Einkaufszentrum in Augsburg statt.

Nr. 4: Coming-out, going out – Ein Medienprojekt zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Dieses Medienprojekt richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus der LGBT*Q-Community in Köln. Im Rahmen aufeinander aufbauender Medienworkshops erarbeiteten die Teilnehmer*innen gemeinsam Videoprojekte. Hiermit wurde eine Sensibilisierung des sozialen Umfeldes der Gruppe sowie der Öffentlichkeit für das Thema sexuelle Vielfalt erreicht.

Nr. 5: Vielfalt im Portrait – Ein biografisches Fotoprojekt aus weiblicher Perspektive

Das Vorhaben richtete sich an Mädchen und junge Frauen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Sie trafen sich regelmäßig und erstellten Portraits von unterschiedlichen Stadtteilbewohnerinnen, welche die Vielfalt der Lebensstile sichtbar machten. Vorab setzten sie sich mit dem »Vielfalts«-Begriff auseinander und lernten Interview- und Fotografietechniken.

Nr. 6: Wie geht Frieden? – Ein partizipatives Theaterprojekt

Im Berliner Bezirk Lichtenberg stellten sich Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen die Frage: »Wie geht Frieden?« Das Ergebnis waren zwei öffentliche Theaterstücke, die mithilfe einer ganz besonderen Methode entstanden: dem »Theatralen Mischpult«. Grundsäulen dieses Konzeptes waren Partizipation (Mischpult) und Beziehungsgestaltung (wertschätzender Umgang miteinander).

Nr. 7: Gemeinsam neue Wege gestalten

Bei diesem Gartenbauprojekt gestalteten Jugendliche aus dem südlichen Weimarer Land und geflüchtete Jugendliche gemeinsam den Burggraben eines Schlosses in einen Willkommensgarten. Die Teilnehmer/innen machten Wege zugänglich, bepflanzten Beete, gestalteten mehrsprachige Schilder und setzten sich mit der Migrationsgeschichte von Pflanzenarten auseinander. Das Ergebnis wurde der Öffentlichkeit im Rahmen eines Festes präsentiert.

Nr. 8: Straßengalerie

Mit einem Kunstprojekt setzten Grundschüler/innen einen farbenfrohen Kontrapunkt zum Häuserleerstand in ihrem Umfeld. Die Teilnehmer/innen entwickelten Ideen für die Gestaltung ungenutzter Fensterflächen entlang einer Hauptstraße und setzten diese mit verschiedenen Materialien auf Platten und Folien um. In öffentlichen Führungen präsentierten sie die »Straßengalerie« und traten mit ihren Mitmenschen in den Austausch darüber, was den Ort ausmacht und wie er in Zukunft aussehen könnte.

Nr. 9: Wir reden mit – Politische Mitbestimmung von Jugendlichen fördern

Die Kommunalwahl in Köln im Jahr 2014 war der Anlass für dieses Bildungsprojekt mit Jugendlichen aus türkischstämmigen Familien. Sie bereiteten mehrere Begegnungen mit Politiker/innen vor. Diese wurden zu verschiedenen Terminen eingeladen oder an ihrer jeweiligen Wirkungsstätte aufgesucht. Die Gruppe diskutierte mit dem Gast auf Grundlage vorbereiteter Fragen. Die persönlichen Begegnungen mit den Aktiven förderten das Interesse an lokalen Politikthemen und zeigten den Jugendlichen Wege auf, Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen.

Nr. 10: zwischendrin – Inklusive Stadt(teil)touren von Kindern für Kinder

Wie erleben Kinder mit und ohne Behinderungen öffentliche Räume? Und welche Orte ermöglichen ihnen eine soziale Teilhabe? Die jungen Teilnehmer/innen des Projekts »zwischendrin Berlin« erforschten anhand dieser Fragen ihre nahe und weitere Umgebung. Dabei machten sie manche Neuentdeckung an altbekannten Orten, die sie in Fotos, Videos und Texten festhielten.

Nr. 11: Um die Welt gekocht

Das Projekt bot Kindern und Jugendlichen aus einheimischen und zugewanderten Familien die Möglichkeit, auf eine Entdeckungsreise durch die Küchen dieser Welt zu gehen. In den regelmäßigen »Koch- und Backstuben« schlüpften alle Teilnehmer/innen mindestens einmal in die Rolle von Expert/innen, indem sie die anderen Jugendlichen mit den kulturellen und kulinarischen Besonderheiten ihres oder eines ausgewählten Herkunftslandes vertraut machten. Ein Kochbuch mit Fotos und Rezepten rundete das Projekt ab.

Nr. 12: Als ich 13 war – Generationen im Gespräch über ihre Jugendzeit

Dieses intergenerative Medienprojekt führte Schüler/innen sowie Senior/innen aus einer Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte zusammen. In wöchentlichen Treffen führten die beiden Altersgruppen Gespräche zu Themen wie Familie und Freundschaft. Die Älteren lernten den Alltag der jugendlichen Teilnehmer/innen kennen und wurden wiederum angeregt, über ihre eigene Jugendzeit zu berichten. Die Berichte wurden in einem Kurzfilm dokumentiert und zusammen mit weiteren Projektmaterialien und Tonaufnahmen ausgestellt.

Ansprechpartner

Björn Götz-Lappe
Tel. (02 28) 6 04 24-12
goetz-lappe(at)mitarbeit.de

Timo Jaster
Tel. (02 28) 6 04 24-17
jaster(at)mitarbeit.de